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Führung muss neu gestaltet werden

Die Rahmenbedingungen von Führungshandeln werden sich künftig tiefgreifend ändern. Die Ursache sind höhere Komplexität durch Digitalisierung, hohe Veränderungsgeschwindigkeit, sich ändernde gesellschaftliche Vorstellungen, komplexe Folgen der Internationalisierung, um nur einige zu nennen. 


Allen Ursachen gemeinsam ist, dass die grundlegenden Dynamiken künftige Entwicklungen nur noch sehr schwer vorhersehbar machen. Die klassischen Führungskonzepte kommen zunehmend an ihre Grenzen. 


In Zeiten einer Welt-Gesellschaft, deren Grundverständnis geprägt ist vom Anspruch des Einzelnen auf Individualismus, auf persönliche Energiebalance und einen höheren Komplexitätsgrad gilt es neue Führungskonzepte anzuwenden, damit man Mitarbeitende ins Unternehmen zieht und auch langfristig bindet. Der sogenannten Generation Y (20-35 Jahre alt) ist ein hoher Grad von Individualismus wichtig, der dafür sorgt, dass in ihrem Verständnis von persönlichem Erfolg und Karriere soziale Werte eine immer wichtigere Rolle spielen. Diese Generation muss sowohl in ihrem Unabhängigkeits- und Selbstbestimmungsstreben ernst genommen werden als auch in dem gefördert werden, was sie jeweils ganz spezifisch für ihr Team und die Organisation leisten kann und will. Diese Generation verlangt nach Erklärung, Transparenz, Mitgestaltung und Offenheit. 


Die Generation Babyboomer (40-60 Jahre alt) hat oft die Arbeit in den Lebensmittelpunkt gestellt und hat zunehmend die Tendenz zur „Entschleunigung“. Ihr Arbeitsstil ist sehr strukturiert und sie wollen wertgeschätzt werden für ihre Erfahrungen und sind an ihrem persönlichen Wachstum interessiert. 


Die Zusammenarbeit dieser beiden Generationen und die zunehmende Komplexität im Außen erfordert, dass wir Führung nicht nur neu denken, sondern ganz neu gestalten und dass Organisationen völlig neu gedacht werden müssen. 


Dabei stehen auf dem Prüfstand:

- gewohnte Strategien der Mitarbeiterführung und -kommunikation

- Selbstführung und Selbstkompetenz

- Beziehungskompetenz

- Veränderungskompetenz

- Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung 


„Wir brauchen eine neue Generation glaubwürdiger Führungspersönlichkeiten: mitfühlende und aufrichtige Menschen, die verstehen, dass es in so einer Position darauf ankommt, den Mitmenschen und der Gesellschaft zu dienen. Die jeden einzelnen Tag ihre Werte erneut in Taten umsetzen (…). Führung beschränkt sich bei ihnen nicht auf den Intellekt, sondern betrifft – in einer ganzheitlichen Form des Führens – die gesamte Persönlichkeit.“ (William George 2015, S. 199)


Führungskräfte müssen eine neue innere Haltung entwickeln. Eine Haltung, die nicht urteilt, bewertet oder interpretiert. In dieser Haltung gilt es einen Raum zu eröffnen, in dem sie mit sich selbst näher in Kontakt kommen. Als Folge davon können sie sich ohne Maske zeigen und bringen sich in voller Authentizität ein. Das bewirkt einen neuen Umgang mit Mitarbeitenden, denn auch sie spüren den Raum, den die Führungskraft gibt, in dem sie ihre Stimme, Authentizität und Kraft finden können. Es entstehen Begegnungen in einer ganz neuen Qualität und so können Lösungen gefunden werden, die in erstaunlichem Maße besser sind als bisher. 


Diese Haltung kann man mit Achtsamkeit entwickeln, und was genau Achtsame Führung bedeutet, werde ich in einem nächsten Artikel beleuchten. 

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