Warum wird Achtsamkeit in der heutigen Zeit immer wichtiger?

Durch das Internet und die Digitalisierung und die damit tägliche Reizüberflutung werden erhöhte Ansprüche an jeden einzelnen von uns gestellt. Die veränderte Arbeitsweise und die ständige Erreichbarkeit lösen die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr auf. Selbst in unserer Freizeit sind die Smartphones ständig aktiv und tragen zur gedanklichen Zerstreuung bei.


Der Stresspegel steigt. Unzufriedenheit, die sich in allen Bereichen unseren Lebens auswirkt und Warnsignale von unserem Körper machen uns darauf aufmerksam. Es entsteht ein Gefühl des Getrieben Seins und des Funktionierens. Die Wahrnehmung für uns selbst geht immer mehr verloren.


Durch die Anspannung, der wir täglich ausgesetzt sind, ist es wichtig, dass eine Phase der Entspannung folgt. Aber auch dies ist für die meisten im Alltag schwierig umzusetzen, da wir das Funktionieren verinnerlicht haben. Es entsteht meist ein schlechtes Gewissen, einfach mal nichts zu tun. Grund hierfür sind unbewusste Ängste, die einen davon abhalten innezuhalten und Auszeiten zu nehmen. Die Liste kann beispielsweise Angst vor Verurteilung anderer sein, Angst seinen Job zu verlieren, Angst anderen nicht gerecht zu werden, Angst Zeit zu verlieren, etc. Oftmals nehmen wir gar nicht wahr, was uns innerlich bewegt oder gehen darüber hinweg und verdrängen unsere Gefühle.


Innehalten? In der heutigen Zeit gar nicht so einfach!


Die Praxis der Achtsamkeit ist der Schlüssel in herausfordernden Situationen ein besseres Allgemeinbefinden und eine größere Souveränität zu erreichen.


Der erste Schritt um eine innerliche positive Veränderung zu bewirken ist es, sich die Zeit zu nehmen innerlich zu erspüren, was gerade in uns los ist und diesen Zustand so zu akzeptieren, wie er gerade ist ohne ihn zu bewerten.


Sobald wir unseren inneren Zustand bewerten in der Einteilung gut oder schlecht lehnen wir automatisch unsere unguten Gefühle wie bspw. Wut, Ärger, Traurigkeit, Ungeduld etc. ab. Der Organismus wird in Stress versetzt und es beginnt eine gedankliche Kettenreaktion, die den Stress und die Probleme weiterhin nähren.


Ein klarer Blick oder die Lösung eines Problems ist in diesem Zustand kaum möglich, da wir uns in der Gedankenspirale verloren haben.


Akzeptanz eines inneren Zustandes oder einer Situation heißt nicht, dass wir ihn gutheißen, sondern dass wir ihn uns bewusst machen.


Durch diese innerliche Annahme wird eine freundliche Grundhaltung zu uns selbst oder der Situation eingenommen, in der wir uns befinden. Das wirkt sich wiederum auf unser Umfeld aus. Sind wir freundlich uns selbst gegenüber, können wir unseren Mitmenschen oder der Situation genau in der gleichen inneren Haltung gegenüber treten.


Eine einfache Achtsamkeitsübung, um Stressreaktionen zu beenden ist, sich auf den Atem zu konzentrieren. Die bewusste Ein- und Ausatmung ermöglicht, dass wir uns entspannen. Die Atmung wird ruhiger, die Muskulatur entkrampft sich und dadurch kann sich der Organismus regenerieren.


Durch das Praktizieren regelmäßiger Achtsamkeitsübungen können wir lernen, Klarheit über unsere Gedanken und Gefühle zu erlangen. Wenn wir achtsam sind mit all unseren Sinnen bedeutet das, wir sind ganz gegenwärtig bei dem, was wir gerade empfinden, denken und tun.


Es ist uns dadurch möglich, bei herausfordernden Situationen in der heutigen Zeit im Gleichgewicht zu bleiben und Veränderungen offen und neugierig zu begegnen.

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